Ein Bericht über unseren Männersegeltörn im September 2011 von unserem Mitsegler Gerhard – vielen Dank mein Lieber.
Männersegeltörn-2011-SY-Grace.de
Ein Bericht über unseren Männersegeltörn im September 2011 von unserem Mitsegler Gerhard – vielen Dank mein Lieber.
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Hier der Download für die Google-Earth-Datei.
Lubmin-Lohme-Arkona-Falsterbokanal-Mön-Prora-Greifswald im September 2011
Nach einer guten Nacht vor Anker bei Prora sind wir am Freitag nach Lubmin gefahren. Dort wurde kurz fest gemacht und ein Mann fuhr mit dem Auto vor nach Greifswald. So sparten wir uns den aufwändigen Weg zurück nach Lubmin per Pedes, Bus und Fahrrad. Da wir auch schon zeitig am Nachmittag ankamen, konnten wir schon die Segel abschlagen, das Schlauchboot sauber machen und anfangen aufzuräumen. Am Abend ging es rein nach Greifswald, wie an einem lauen Sommerabend konnten wir auf dem Marktplatz draußen sitzen und uns ein deftiges Abendbrot schmecken lassen.
Am Samstag dann das ultimative Chaos, alles muss raus. Saubermachen, umräumen, erste kleine Reparaturen. Dann Abfahrt gegen Mittag. Ohne nennenswerten Stau sind wir 17:45 angekommen.
Nach dem schwierigen Start wurden wir nun mit wunderbarem Segeln entschädigt. Blister steht, 3 Bft. und Sonnenschein. Wieder etwas diesig. Kap Arkona ist nun in Sichtweite. Ziel heute: Ankern vor den KDF-Bauten bei Prora.
Der Morgen begann zu früh. Auch der Motor hatte noch keine rechte Lust und ging gleich im Hafenbecken noch drei mal aus. Aber glücklicherweise auch immer wieder an. Vor dem Hafen setzten wir den Blister worauf der Wind einschlief. Naja, also den Motor bissel gestreichelt, Theorien diskutiert und wieder gestartet. Nun lief er 3 Stunden ohne Probleme. Die Sicht ist schlecht, alles was mehr als 2nm weg ist, ist für uns unsichtbar. Zum Glück helfen AIS und Radar. Die Schifffahrtsstrasse haben wir gerade durchquert, jetzt ist der Blister wieder oben. Es geht so lala voran … An Bord alles wohlauf.
Heute war Wandern angesagt. Von unserem Ankerplatz vor den Klippen ging es unter Motor in den Hafen Klintholm. Von dort starteten wir zu einer Wanderung zu den Klippen. Es wurde ein Picknick vorbereitet und dann ging es los. Das Wetter war herrlich, moderater Wind und warme Luft, Sonnenschein aber leider etwas diesig. Zuerst sah es unmöglich weit aus, am Ende waren es aber doch “nur” 6km. Noch einen weiteren Kilometer auf den Klippen und dann zurück. Vorher gab es aber noch ein Eis im Informationszentrum. So hatten wir am Ende Hin und Zurück 14km auf dem Tacho. Eine sehr schöne aber auch anstrengende Wanderung für Leute die Laufen eigentlich nicht gewöhnt sind. Anschließend wurden die Duschen probiert – leider sehr knauserig. 5 Kronen für 2 min. Und zwischendurch abstellen ging nicht. Also brauchst du 10 Kronen, das geht eigentlich nicht, zumindest wenn man die Dusche wirklich nötig hat. Ja und nun ist es 21:00. Der Abwasch ist gemacht, die Geselligkeit beginnt. Morgen früh ist zeitiges Aufstehen angesagt, wir wollen soweit wie möglich kommen und steuern Lubmin oder Zicker an. Eine weite Strecke, wir fahren mal bis Arkona und dann schauen wir mal wie die Aktien stehen.
… erwartete uns heute bei Sonnenaufgang. Klare Luft, blauer Himmel und diese wunderbaren Klippen in diesem wunderbaren Licht – einfach herrlich. So herrlich das wir draußen im Cockpit gefrühstückt haben. Und gerade wird das Bild in einem Aquarell festgehalten. Gestern haben wir hier am Strand gegrillt, es gab Steaks und Roster und ein schönes großes Lagerfeuer aus Treibholz. Leider hat uns auch der Motor wieder verlassen – wir rätseln was das Problem sein könnte. Zum Glück springt er aber immer wieder an und so hoffen wir das es eben immer wieder gut geht. Die Pläne stehen weiterhin, heute Hafentag und Wandern, morgen dann Rückkehr in deutsche Gewässer.
In der Nacht drehte der Wind auf Nordwest, was uns eine unangenehme Welle in den Hafen schob. Nachts um drei mussten die Festmacher nachgeruckelt werden – wie unangenehm. Heute Morgen war es dafür schön – Segelwetter versprach uns der Wind und das hatten wir auch nachdem wir die Fahrrinne von Falsterbo nördlich gefahren und dann Richtung Westen verlassen haben. Gegen Mittag lies der Wind wie vorhergesagt nach, dann wurde in letzter Verzweiflung der Blister gesetzt – leider ohne wirklichen Effekt. In der Flaute schlief die gesamte Mannschaft ein Viertelstündchen und nun macht wieder die Aralfock ihren Dienst – hoffentlich bis wir in drei Stunden die Klippen erreichen. Dort soll geankert und gegrillt werden. Morgen ist ein Urlaubstag eingeplant, kein Segeln dafür aber Wanderung über die Klippen und was jeder so gerne tut. Am Donnerstag soll es wieder Richtung Rügen gehen, je nach Wetterlage entscheidet sich wohl wie und wohin genau. An Bord alles wohlauf.
Nach einem zeitigen Aufstehen aber gemütlichen Frühstücken starteten wir gegen 8:30 Uhr von unserem Ankerplatz am Kap Arkona Richtung Nordwest. Der Falsterbokanal sollte das Ziel sein. Winde bis 3 Bft und Sonnenschein ließen Blistersegeln zu. Später nahm der Wind etwas zu und wir tauschen den Blister gegen Groß und Genua. Es gab heute Bleistiftzeichungen, Seefahrergeschichten, Witze und Lieder – jeder hat mal ein Viertelstündchen oder auch zwei geschlafen … einfach schönes Segeln. Das Mittag bestand aus warmen Wienern und diversen Brot- und Wurstsorten. 18:30 erreichten wir die Einfahrt, 19:00 wurde die Brücke extra für uns geöffnet. Der Brückenwärter gab uns die Anweisung, mit Vollgas durch die Brücke zu fahren, kaum waren wir in der Mitte kam auch schon das Schließen-Signal und die Brücke ging wieder runter. Wir fanden einen Längsseitsliegeplatz für Gäste über 12m Länge und liegen nun in Schweden. Wir hoffen, hier eine Dusche zu finden. Zum Abendessen wird es gleich eine Lauchsuppe geben. Unser Smut versorgt uns wirklich gut
Während wir durch die Ferne reisen drehen sich die Gespräche doch auch immer wieder um Daheim – Familie, Gemeinde, Bekannte. Wir sind also gar nicht soooo weit weg
Heutiges Ziel: Falsterbokanal. Das Wetter ist wieder sehr schön, Sonne und kaum Welle – Wind könnte wieder etwas mehr sein. Wir treiben mit 3kn Richtung Schifffahrtsstraße. An Bord alles wohlauf. Motor lief heute Morgen problemlos an.