Grillen am Strand

Der Sonntag begann mit einer Kurzandacht. Herrliches warmes Wetter, Sonnenschein aber leider nur wenig Wind bis 3 Bft. Dann sollte es eigentlich Anker-Auf und zu den Kreidefelsen gehen. Leider verließ uns der Motor nach wenigen Metern. Wir begannen zu reparieren, zuerst wurde der Dieselfilter gewechselt – an dem lag es nicht. Dann kam die Dieselpumpe dran. Ob es an der lag kann noch niemand sagen, nach dem Austausch funktionierte der Motor jedenfalls einwandfrei. Das tat er aber ja auch gestern den ganzen Tag … wir hoffen einfach das wir nun das richtige Bauteil erwischt haben. Inzwischen war der Tag auch fortgeschritten, die Uhr zeigte 15:00 Uhr. Wir starteten nun unter Blister zu den Kreidefelsen von Kap Arkona. Die hatten sich leider inzwischen etwas im Dunst verhüllt. Aber wir konnten wenigstens segeln und das war ja nett. Um Kap Arkona herum ist ein schöner Sandstrand, an dem wir dann vor Anker gingen. Bei Südwind ist das wohl möglich. Es wurde Grillen beschlossen und so wurde das Beiboot klargemacht, alle Utensilien für das Grillen und los ging es. Ein wenig Holz für ein Lagerfeuer fand sich auch, die Mücken wurden mit Autan in Schach gehalten. Steaks und Roster, dazu Kartoffelsalat, gegrilltes Brot und Zaziki. Mhm. Es folgen ausführliche Erörterungen über die Zukunft des Gemeindebezirkes und jetzt sind wir wieder an Bord, überlegen den morgigen Tag. Dazu schreiben wir morgen wieder.

Lohme querab

Nach 6 Stunden Fahrt von Lubmin aus sind wir in Lohme angekommen. Jetzt liegen wir kurz neben dem Hafen vor Anker und sparen uns das Hafengeld. Das Wetter war sehr schön und warm, die Sonne hat fast die ganze Zeit geschienen. Leider fehlte uns der Wind ein bisschen, nur max. Windstärke 2 runter bis zur totalen Flaute. Entsprechend lief der eiserne Gustav öfters und trieb uns voran. Unser Bordmaler hat die Kulisse gleich genutzt und sofort als der Anker fest war, ein Bild gemalt. Schön. Jetzt wird Essen gekocht und es ziehen Appetit-anregende Düfte durchs Boot. Die Aussichten auf die kommende Woche sind einerseits schön, andererseits auch nicht. Wind soll es nur sehr wenig geben, das macht unsere Pläne nach Kopenhagen zu segeln zumindest schwieriger zu realisieren. Aber andererseits wird es wohl warm und regenlos, das ist natürlich auch nett.

Es geht los

Gestern sind wir 5 Männer nach Lubmin zur Grace gefahren. Der Verkehr war erträglich, bis auf kleine Störungen ging es gut voran. 22:00 Uhr waren wir auf der Grace. Die Betten wurden bezogen, die Klamotten verstaut, dann gab es noch eine Einschlafhilfe in Form einer braunen Flasche und ab in die Betten. Die jüngeren haben gut geschlafen, die “Alten” nicht ganz so. Trotz verstopfter Ohren. Aber heute Morgen ging es mit guter Stimmung zum Frühstück. Dann hieß es Schiff aufklaren, Segel anschlagen, Beiboot aufbauen, Sicherheitseinweisung. Gegen 11:30 Uhr kohnnten wir losfahren. Sonnenschein, 22° am Thermometer im Cockpit, Wind um die 12kn, schön aus West, aber leider nur kurz. Schon mitten auf dem Greifswalder Bodden die Ernüchterung – Segel runter, Motor an. Wir sind gespannt ob wir heute nochmal segeln dürfen auf dem Weg nach Lohme. Sollte auch morgen so wenig Wind sein, wird aus dem geplanten Törn Richtung Schweden nichts, dann müssen wir wohl noch einen Tag auf mehr Wind warten. Bis jetzt alles wohlauf.