Die Überfahrt von Hanö war kurz – nur knapp 10nm. Es gab kurz mal Regen, später auch wieder Sonne. Wir hatten trotzdem das dicke Ölzeug an, wenn auch ohne die ganzen Unterzieher. Ben konnte sich nicht so recht bewegen, weil wir mehr Welle befürchtet hatten war er am Lifebelt angegurtet. Über der Warterei bei der Abfahrt ist er gleich eingeschlafen. Wind bis 5 Bft. und nur ein Teil der Genua zieht uns mit bis zu 7 kn über die See. Segler sind wenige unterwegs. Dann Ankommen in Karlshamn. Naja, es ist ähnlich wir Burgstaaken, nur das die Industrie hier im Vergleich riesig ist und es noch irgendwie sehr seltsam aus dieser Fabrik riecht. Der ausgewiesene Gästehafen erscheint uns winzig, die kurzen Ausleger erwecken nicht gerade unser Vertrauen. Ringsherum ist aber Platz ohne Ende. Wir legen zuerst an einem Schwimmsteg an, lassen uns Zeit. Als wir den Steg verlassen steht dort ein seltsames schwedisches Schild, es werden 500 Kronen Strafe für was auch immer angedroht. Das ist für uns Grund genug, den Gästehafen noch einmal anzusehen. Wir laufen eben mal hin, suchen uns ein Plätzchen und verholen uns. Es ist wirklich eng, aber ähnlich wie Burgstaaken können wir rückwärts anlegen und über die Leiter runter zum Steg steigen. Dann bezahlen wir unseren Obolus im gegenüberliegenden Hotel. Die Toiletten und Duschen sind gut und sauber, wir nutzen gleich die angebotene Waschmaschine und den Trockner. Aber vorher drehen wir eine kleine Runde in der Fußgängerzone. Nicht viel los – aber eigentlich klar, am Sonntag nachmittag ist kaum jemand in der Kneipe, die Geschäfte sind bis auf einen Supermarkt geschlossen und das Wetter ist zwar inzwischen wieder trocken aber nicht so sehr einladend. Wir finden auch die Touristinformation und das kleine Museum im Hafen, morgen schauen wir uns das an. Internet wird zwar zuerst scheinbar kostenlos angeboten, man braucht aber nach der Registrierung dann doch einen Voucher der Hotelrezeption, 99 SEK für 24 Stunden erscheint uns zu teuer. Also geht dieser Post wieder per Kurzwelle an den Blog.
