Winterklar

Gestern kam die Grace nun endlich aus dem Wasser. Die Werft hat sie auf einen stabilen Wagen gestellt. Diesmal schaukelt es nicht so fürchterlich wie in Fehmarn.

Segel, Sprayhood  und Kuchenbude bergen, Winterplane draufbauen, Wassermacher ausbauen, Wassertank entleeren. Das war’s.

Gefreut habe mich über die Begeisterung des Werft-Vorarbeiters, er lobte die Manövrierbarkeit in den höchsten Tönen, sie würde sich wie ein Auto fahren, das wäre ja völlig problemlos.

festgemacht

Heute am 11.Juli 2015 haben wir gegen 16:00 Uhr in Wilhelmshaven auf einer Werft festgemacht.
Diese Reise ist damit zu Ende. 17500 Meilen liegen in unserem Kielwasser, mehr als 32000 km.
Jetzt steht viel Arbeit bevor. Unser ganzer persönlicher Kram (und das ist nicht wenig) muss ausgeräumt, verpackt und in ein Auto geladen werden.
Im Laufe der nächsten Woche fahren wir dann Richtung Sachsen.
Gefreut haben wir uns besonders über unser Empfangskomitee von der Azzurro – mit Sekt!
Sie haben uns gleich sehr geholfen, organisatorisch und praktisch. Vielen Dank!

Zeebrugge – Wilhelmshaven Tag 2

So. Nun haben wir die letzte Nachtfahrt dieser Reise vor uns. Morgen kommen wir in Wilhelmshaven an.
Eigenartiges Gefühl.
Die letzte Nacht war nervenaufreibend. Der Verkehr lies es nicht zu, mal ein paar Minuten vor sich hin zu dämmern. Dauernd gab es Alarm vom AIS, irgendjemand machte ständig Durchsagen im UKW und irgendwie eierten zwischendrin auch noch die Fischerboote herum.
Höhepunkt des Ganzen natürlich Rotterdam, wo die Frachtschiffe wie aufgefädelt raus und rein fahren. Dazwischen dann die Lotsen mit ihren schnellen Kleinkreuzern. Vor Amsterdam trafen wir auf eine der Aida’s. Sie wollte nach Hamburg und fuhr eine lange Zeit nur wenig voraus, warum die wohl so langsam fuhren? Dort war der Verkehr zwar immer noch stark aber es ließ merklich nach. Heute Morgen bei Den Helder war es dann schon fast friedlich und vor den ostfriesischen Inseln wurde es wieder angenehmer. Da konnte dann auch mal ein Nickerchen gemacht werden. Es gab hier auch wieder mehr Segler.
Die Ems und damit die deutsche Grenze ist nun noch 12nm entfernt. Dann sind wir quasi schon zu Hause.
Position: 53°35.62’N 005°59.12’E
Zeitpunkt des Versandes (UTC): 10.07.2015 18:31

Zeebruegge – Deutschland

Nachdem der Wind deutlich nachgelassen hat sind wir heute mittag wieder gestartet mit Kurs Richtung Deutschland. Während wir aus dem geschützten Hafenbecken rausfuhren kam uns ein feiner 3-Master aus England entgegen, leider nur unter motor. Ein sehr schöner Anblick. Die Ausfahrt war dann etwas holperig. Kurze, hohe Wellen aber es wurde relativ schnell wieder angenehmer. Zum Segeln hat der Wind letztendlich für uns nicht gereicht, so dass wir dann auch noch den eisernen Gustav bemühen mußten. In unserer Heckwelle habe ich ganz kurz einen kleinen Delfin gesehen, der sich aber leider nicht für uns interessierte, sondern wohl eher ans Fressen dachte – schade!
Auch hier ist das Wasser wieder reichlich mit Booten gespickt und so ist ein wachsames Auge immer nötig. Solange die Boote AIS haben ist alles recht entspannt, nur manchmal kommen doch ein paar Boote, die damit nicht ausgerüstet sind und da sollte man schon immer drauf achten. Neben den ganzen Booten gibt es dann auch noch so viele Schifffahrtszeichen, die man möglichst nicht umfahren sollte. Es ist relativ anstrengend und nicht zu vergleichen mit den Passagen auf dem Ozean, wo man oft einfach genießen und relaxen konnte. Uns geht es aber trotzdem gut und wir fiebern dem Ziel entgegen. Was wird uns wohl erwarten?
Wir fahren nun auch parallel zu unserer Kurslinie von 2013 – das ist doch sehr interessant. Damals haben wir uns aber mehr Zeit gelassen und die Schönheiten der Küstenstädte genossen.
Position: 52°41.32’N 004°29.22’E
Zeitpunkt des Versandes (UTC): 10.07.2015 04:20

Unterwegs sein – mit Marlies, Ralf und Ben

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