Gestern kam unsere Farbe für den Rumpf nicht mit der Fähre, also müssen wir mindestens bis Montag warten. Inzwischen ist die Grace geschliffen und gespachtelt. Das UW-Schiff wird heute oder morgen wohl zum ersten Mal gestrichen sein. Eine zweite Schicht soll folgen.Inzwischen machen wir es uns bequem – so recht und schlecht wie das an Land eben geht. Viele kleine Reparaturen haben wir gemacht, den Diesel gefiltert, den Antrieb der Ankerwinsch mit einem neuen Schutzanstrich versehen.

Gestern waren wir mal „in der Stadt“, das meint hier den Ort Hillsborough. Dort gibt es viele Läden, so ähnlich wie in Mindelo. Nur scheint hier alles noch ein wenig chaotischer zu sein. Neben Hosen und Konserven gibt es da zum Beispiel auch Keilriemen. Wo es was gibt muss man eben nach dem Prinzip „Try and Error“ herausfinden. Unzählige Schönheitssalons warten auf Kundinnen. Eine Menge Obst und Gemüse haben wir eingekauft, auch eine Machete und ein paar Schlauchschellen.
Auch einen Museumsbesuch haben wir absolviert. Da wird einiger alter Krempel ausgestellt aber es ist ganz liebenswert und man kann zu allem Fragen stellen. Sogar eine alte Telefonzentrale gibt es zu sehen, so eine wo man noch Stecker aus dem Pult zieht und ins passende Loch stecken muss. „Fräulein? Verbinden Sie mich bitte mit …“ Lustig war das vor allem für Ben, denn er hat mit Antoine, dem Enkel der Museumsdirektorin Fangen gespielt.

Beim Zahnarzt waren wir auch. Das war schon sehr interessant. Glücklicherweise haben wir gute Infos von Conny und Georg bekommen. Die Zahnärztin kommt also Donnerstags aus Grenada. Beim Health Center werden dann am Vormittag Zähne gezogen. Das kostet die Patienten nichts. Ab 13:00 Uhr ist sie dann in einer winzigen Praxis zugange, für die Leute die ihre Behandlung selbst zahlen. Man sollte bereits 12:00 Uhr vor der Tür stehen und warten – das haben wir gemacht und es war gut so. Schnell wurde die Schlange der Wartenden länger. 12:30 Uhr kam sie dann, schloss ihr Reich auf und bereitete erstmal alles vor. Der erste Griff war das Einschalten der Klimaanlage. Der Stuhl und die Gerätschaften erinnerten uns nicht an die DDR, es schien alles noch viel älter zu sein als was wir aus unserer Kindheit kannten. 50er oder 60er Jahre Standard haben wir vermutet. Dann die „Behandlung“. Bens Zahn ohne Füllung wurde kurz begutachtet, dann die Empfehlung hier mal nichts zu machen und es einfach offen zu lassen. Die Infektionsgefahr sei größer wenn die Füllung drin sei. Der Zahn sei tot, der Nerv abgestorben. Mhm, wir leicht erstaunt. Wir sind ja nun keine Ärzte und müssen uns auf dieses Urteil verlassen. Vielleicht weiß einer der Leser mehr und kann uns einen Tipp geben. Wir haben jedenfalls die Vermutung das hier weitere Behandlung nötig wird. Gezahlt haben wir am Ende 20EC (ca. 5,40€), das dürfte ungefähr das doppelte des Normalen sein.

Marlies geht heute tauchen. Ein erster Tauchgang nach fast 7 Jahren. Sie wird sich erstmal wieder eingewöhnen müssen. Aber genau deswegen macht sie Ihren Tauchgang mit der Tauchschule.

Loading
Karte zentrieren
Verkehr
per Fahrrad
Transit
Grenada
5 Kommentare
  1. Blauwasserdoc
    Blauwasserdoc says:

    Beide Kommentare richtig. Abwarten. Vitalitätsprüfung mit Eis, wird bei einem Milchzahn aber eher negativ sein (kein Empfinden für das Eis). Falls weitere Fragen bitte mail.

    Handbreit

    Antworten
  2. Marco
    Marco says:

    hallo.hier ist Fabios Mama…
    nehme an es ist ein Milchzahn??!
    es kommt öfter mal vor, dass die „absterben“ und da man an Milchzähnen nur schlecht ne richtige Wurzel behandlung machen kann, ist es schon richtig, dass man den Zahn einfach offen lässt! wenn man ihn einfach wieder zu füllen würde, würde sich im Zahn ein Druck aufbauen (durch die Verfallsprodukte, die entstehen wenn der Zahn abstirbt).dieser Druck würde schlimme Schmerzen machen und/oder ne dicke „Backe“.wenn der Zahn aber offen bleibt hat man evtl Gluck und der Druck kann raus.so könnte der Zahn noch ne Weile gerettet werden.funktioniert nicht immer, aber oft!

    Antworten
    • Ralf
      Ralf says:

      Ja, ein Milchzahn. Ben hat erst einen bleibenden und davon sieht man noch nicht wirklich viel.
      Vielen Dank, dann haben wir wiedermal eine Baustelle weniger. Ben muss also nur gescheit putzen (nicht ganz easy mit dem Loch) und dann wird es schon klappen. Ziehen kann man ja immer noch.
      Schöne Grüße von Ben an Fabio.

  3. Ralf
    Ralf says:

    Zahn: Wen der wirklich tot ist, macht der keinen Mux mehr, außer die Wurzel entzündet sich. Das kann man testen: Ein Stück Eis auf den Zahn legen, wenn es weht tut, ist der nicht tot! Falls der sich entzündet wird es sehr weh tun und um den zu erhalten müsste eine Wurzelfüllung gemacht werden, oder er muss raus! (falls er tot ist?) Ich bin kein Zahnarzt, aber meine Exfrau ist zahnmedizinische Fachangestellte und ich habe immer gut aufgepasst was die so erzählt hat 😉 Weiterhin Gute Reise!

    Ralf

    Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.