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Prinzipzeichnung Wassermacher

Während wir unterwegs waren, hatten wir einen kommerziellen Wassermacher an Bord. Prinzipiell funktionierte das schon so ganz gut. Leider ist beim Einbau auf einige Dinge zu achten und das wurde nur unzureichend vom Hersteller kommuniziert. So haben wir im Laufe der Reise 4 teure Drehschieberpumpen zerstört.  Erst auf dem letzten Abschnitt haben wir bei einem Bekannten eine Idee gesehen die wir dann in St.Martin umgesetzt haben, einen kleinen Tank über der Pumpe aus dem sich der Wassermacher bedient. Zum Füllen des Vor-Tanks braucht es natürlich wieder eine Pumpe die genug Wasser liefert und eine Überwachung. Wenn der Tank voll ist, muss die Vorpumpe abschalten. Ich hatte das mit einem umgekehrten Bilgenschalter am Deckel des Tanks gelöst und so funktionierte es auch bis zuletzt gut.

 

In Gesprächen am Steg oder beim Treffen auf anderen Booten oder beim Sundowner ging es oft um die Wassermacher, wieviel Ärger man damit hat und welche Vorteile trotz allem. Es keimte die Idee, einen Wassermacher selber zu bauen. Und nun habe ich begonnen, dieses Projekt umzusetzen. 

 

Die Osmosemembranen halten ja eigentlich sehr lange. Dafür müssen Sie aber im optimalen Druckbereich gefahren werden und ordentlich gespült werden. Das bedeutet das man den Druck überwachen muss und möglichst automatisch spülen sollte, so das der Vorgang von nicht zu großer Sparsamkeit unterbrochen wird. Bei unserem Wassermacher mit nur 20l/h war es schon beinahe schmerzhaft, auch nur 10-15l wieder zum Spülen zu verwenden.  Damit eine sinnvolle Menge nicht so weh tut, muss der Wassermacher also groß genug dimensioniert sein – das heißt eine Wassermenge die zum Spülen gebraucht wird, muss in wenigen Minuten gemacht sein. 

 

Die kleinen mit 12V betriebenen Anlagen mit geringer Ausbeute/h kommen für mich daher also nicht mehr in Frage. Entweder man treibt das Ganze von der Hauptmaschine oder über einen Generator und 220V~ an.

 

Als Steuerung habe ich mir die Siemens Logo! ausgesucht. Die läßt sich auch ohne Programmierkenntnisse programmieren – hoffe ich. Erste Versuche mit der Logo-Software waren gut und eine Regelschleife für den Druck ist schon mal da.

 

Nun kann man sauteure Pumpen für diesen Zweck kaufen oder ganz billige. Ich habe mich für die billige Variante entschieden. Die Hochdruckpumpe soll ein handelsüblicher kleiner Hochdruckreiniger sein. Den habe ich schon vor ein paar Monaten bei Aldi gekauft. Da es diese Geräte weltweit und preiswert zu kaufen gibt, dürfte Ersatz relativ einfach vor Ort möglich sein. Vom Preis her jedenfalls liegt diese Anschaffung bei 1/3 unserer Drehschieberpumpe (ohne Antrieb).

 

Die Ansteuerung des Motors soll mit dem Kemo-Modulen M028 und M150 direkt aus der Steuerung erfolgen. Diese Teile hatte ich mir vorige Woche kommen lassen, leider war das M028 defekt … kein guter Einstieg. 

 

Momentan suche ich nach geeigneten Druck- und Flowsensoren. Die sollen nicht zu teuer sein, mit der Logo! zusammen arbeiten und so gebaut sein das eigentlich nichts kaputt gehen kann. Bewegliche Teile sind dem nicht zuträglich. Momentan habe ich dazu eine Anfrage bei Huba Control in der Schweiz laufen. 

 

Elektrisch umschaltbare 3-Wege-Ventile sind dann der nächste Wunsch um die Spülung und den Start der Anlage zu automatisieren. Alternativ ziehe ich je 2 Magnetventile in Erwägung. 

 

Die Wahl der Druckrohre und Membranen ist noch nicht abgeschlossen. Die Auswahl überfordert mich momentan etwas.

 

Wenn jemand etwas zu diesem Projekt beitragen möchte kann sich gerne bei mir melden. Ich würde mich sehr über einen Erfahrungsaustausch freuen.

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